Almhütten: Arbeit und Sommerfrische
Während der Sommermonate spielt sich das Bergleben an den Almhütten ab: Die Hirten leben und arbeiten in den rustikalen Bauten, Wanderer und Radfahrer können hier bei einer Brotzeit und einem kühlen Getränk rasten und die Bergidylle genießen.
Von Almen und Alpen
Die hochgelegene Sommerweide wird im bayerisch-österreichischen Sprachgebrauch „Alm“ genannt, während man im Allgäu die aus dem Alemannischen stammende Bezeichnung „Alp“ verwendet, die man auch in der Schweiz kennt. Ganz gleich – die Wirtschafts- und Lebensform ist dieselbe: Im Sommer leben die Hirten und die Tiere oben in den Bergen. Die Kühe – und auch Schafe und Ziegen weiden auf den kräuterreichen und saftigen Bergwiesen.
Ohne die Alpwirtschaft gäbe es die typische Allgäuer Landschaft nicht. Der stete Wechsel von bunten Bergwiesen und dunkelgrünen Wäldern an den Hängen rund um Oberstaufen ist das Ergebnis einer besonderen Form der Landschaftspflege. In Oberstaufen findet man das größte zusammenhängende Alpgebiet Bayerns. Derzeit werden 166 Alpen auf 3823 ha „Lichtweidefläche“ bewirtschaftet.
Leben und arbeiten auf der Alphütte
Die Hektik des modernen Lebens bleibt im Tal, die Zeit hat auf den Alphütten ein gemächlicheres Tempo. Aber das Hirtenleben ist nicht nur Hüttenromantik, sondern bedeutet auch viel Arbeit rund um die Uhr. Die Tiere müssen versorgt und gemolken werden. Die Hirten müssen ihre Herden immer im Auge haben: Sind noch alle Tiere da? Ist eines verletzt oder krank? Auch die Pflege der Bergweiden gehört zu ihren Aufgaben, dazu gehören etwa Unkraut mähen, Steine sammeln oder Zäune reparieren. Auf den Sennalpen machen die Hirten aus der frischen Bergmilch Butter und würzigen Bergkäse. Allein auf der „Bioland-Sennalpe“ Hompessen rührt Thomas Herz während eines Alpsommers jeden Tag rund 30 Kilo Käse aus etwa 300 Litern Milch.
Schöne Rast: Einkehren und Übernachten auf den Alphütten
Auf einigen Alphütten gehört die Bewirtung von Gästen zu einer der wichtigsten Aufgaben. Hier können Wanderer und Radfahrer Hunger und Durst mit deftigen Brotzeiten, kräftigem Bauernbrot, würzigem Bergkäse und anderen Allgäuer Spezialitäten, frischer Milch oder einem schönen Radlermaß stillen. Vor der Hütte auf den Bänken sitzen und den Ausblick genießen – wer die Bergidylle verlängern will, kann auf einigen Alphütten auch übernachten.




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