Löwenzahnwiese in Oberstaufen im Allgäu

Gelber Frühlingsbote auf den Wiesen rund um Oberstaufen

Der Löwenzahn blüht

am 15.05.2019 von Ramona Kleemann

Frühlingszeit heißt Löwenzahnzeit. Gelbe Wiesen machen Lust auf ausgedehnte Wanderungen rund um Oberstaufen im Allgäu. Für die heimischen Bienenvölker ist er die erste Nahrungsquelle des Jahres und auch der Mensch profitiert von der gelben Heilpflanze.

Frühling verbinden viele mit der Farbe Gelb. Eine bedeutende Rolle hierfür spielt auch der Löwenzahn, besser gesagt der gewöhnliche Löwenzahn wie diese Pflanzenart in Fachkreisen heißt. Denn obwohl man im Volksmund einfach nur vom Löwenzahn spricht, handelt es sich bei diesem um die gesamte Gattung. Der gewöhnliche Löwenzahl ist daher genau genommen nur eine Unterart der Pflanzengattung „Löwenzahn“, die zu den Korbblütler gehört.

Trotzdem erscheint in den meisten Köpfen sofort ein Bild, wenn man an Löwenzahn denkt: langer Stiel, knubbeliger und leuchtend gelber Blütenkopf sowie eiförmig-gezahnte Blätter.
Im Frühling erstrahlen die Wiesen rund um Oberstaufen in kräftigem Gelb und nicht nur Flora und Fauna erwachen aus dem Winterschlaf. Auch auf den Menschen wirken sich die herrlichen Farben des Frühlings positiv auf Wohlbefinden und Stimmung aus.

Vielseitiges Allround-Talent: der Löwenzahn und seine Verwendung

ERNÄHRUNG
Der Löwenzahn blüht von April bis Juni und ist durch das frühe Erscheinen seiner Blüten eine wichtige Nahrungsquelle für die heimischen Bienenvölker. Bei großem Vorkommen ermöglicht der Löwenzahn bereits die erste Honigernte im Jahr. Löwenzahnhonig ist kräftig im Aroma und weist im frischen Zustand eine dickflüssige und goldgelbe Farbe auf. Über 100.000 Löwenzahnblüten-Besuche muss ein Bienenvolk vornehmen, damit am Ende ein Kilogramm Honig entsteht.

Zudem lassen sich aus den Blüten neben Honig auch Sirups und Gelees herstellen.
Die Blätter schmecken leicht bitter und können als Salat verarbeitet werden.
Früher wurden die getrockneten und gerösteten Wurzeln als Kaffeeersatz verwendet.

Viele Kinder pflücken im Frühling zudem die Blätter als Leckerbissen für die heimischen Kaninchen und Hasen, die sich über dieses saftige Grün besonders freuen.

MEDIZIN
Der Löwenzahn kann auch als Heilkraut verwendet werden und findet Anklang bei verschiedenen Leiden – so zum Beispiel Gallen- und Nierenleiden, Leber- und Harnbeschwerden sowie bei Ekzemen und Rheuma.

Hunderte von Namen und doch einen gemeinsamen Nenner

Kuhblume, Hundsblume, Mühlenbuschen, Pusteblume, „Söiblueme“ (Saublume im Schweizerischen), Ringelstock, Milchblueme, Mellichstöck, Butterblume oder Bettseeche – ganz gleich wie der (gewöhnliche) Löwenzahn in den verschiedenen Ländern und Regionen genannt wird. Eines haben alle Namen gemeinsam: der (gewöhnliche) Löwenzahn gilt wie kein anderes Gewächs als ultimativer Frühlingsbote. Durch seine vielseitige Verwendung ist er ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Natur.

© Oberstaufen Tourismus
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