Rotbuche

Wissenswertes über die Rotbuche, den Baum des Jahres 2022, und das Naturreservat Achrain bei Oberstaufen

Neues aus unserem Naturpark: Rotbuche

am 25.04.2022 von Robin Corbach

Zum Tag des Baumes am 25. April stellt Rangerin Theresa vom Naturpark Nagelfluhkette den Baum des Jahres 2022, die Rotbuche, genauer vor. Vor allem im Naturreservat Achrain sind zahlreiche Buchen zu entdecken, mit teilweise bizarrem Aussehen.


Einer der letzten Urwälder Deutschlands direkt in Oberstaufen im Allgäu

Im Naturpark Nagelfluhkette befindet sich einer der letzten Urwälder Deutschlands, das Naturwaldreservat Achrain, das sich in der Nähe der bekannten Buchenegger Wasserfälle befindet. Direkt am Wegesrand sind die Laub- und Nadelbäume zu finden. Besonders häufig ist die Rotbuche zu entdecken, die in diesem Jahr der Baum des Jahres ist.

Umgangssprachlich wird die Rotbuche nur ‚Buche‘ genannt und gehört zur Familie der Buchengewächse. Mit einem stattlichen Alter von bis zu 300 Jahren und bis zu 30 Metern Höhe ist sie in Europa überall dort heimisch, wo es überwiegend feucht und kühl ist. Nicht verwunderlich ist es daher, dass sie der am häufigsten vorkommende Laubbaum unserer Wälder hierzulande ist. Obwohl die Rotbuche diesen Namen trägt, sind ihre Blätter grün. Der Name kommt vielmehr daher, dass das Holz sowie die Knospen und Neuaustriebe eine rötliche Farbe aufweisen.

Bizarre Formen am Wegesrand im Naturpark Nagelfluhkette

Bereits vom Wegesrand aus lassen sich teilweise bizarre Formen zu entdecken, beispielweise ein Exemplar, das auf den ersten Blick ein völlig normales Erscheinungsbild hat. Bei näherem Betrachten fällt auf, dass die Wurzeln in der Luft stehen. Vor allem im Frühling, wenn die Bäume noch kein volles Blätterkleid tragen, lassen sich die teilweise krummen Äste und Verästelungen besonders gut betrachten.

Die Rotbuche ist wichtige Nahrungsquelle vieler tierischer Bewohner

Die Früchte der Rotbuchen, die Bucheckern, stehen in der Tierwelt hoch im Kurs: So haben kleine Nager, Eichhörnchen, Vögel und auch Rehe die Früchte, auch Buchennüsschen genannt, zum Fressen gern. Damit das Buchengewächs ihren Fortbestand gewährleistet, gibt es alle paar Jahre das sogenannte „Mastjahr“, in dem es besonders viele Bucheckern ausschüttet und so der Buchennachwuchs für die Jahrhunderte gesichert ist.

Eigenschaften

Rotbuche 3

GUT ZU
WISSEN

Charakteristisch für die Buche ist, dass sie ihre alten Blätter erst nach dem Winter abwirft, wenn die neuen Blattknospen sprießen. Die Blätter weisen zudem eine feine Behaarung auf.

Durch die glatte Rinde, die sich durch ihre Beschaffenheit stark von Bäumen mit rissiger Rinde unterscheiden, lassen sich die Bäume auch ohne Blätter leicht bestimmen. Oftmals weist diese auch feine Flechten und Moose bei näherer Betrachtung auf.

Die Rotbuche ist wichtige Nahrungsquelle vieler tierischer Bewohner

Die Früchte der Rotbuchen, die Bucheckern, stehen in der Tierwelt hoch im Kurs: So haben kleine Nager, Eichhörnchen, Vögel und auch Rehe die Früchte, auch Buchennüsschen genannt, zum Fressen gern. Damit das Buchengewächs ihren Fortbestand gewährleistet, gibt es alle paar Jahre das sogenannte „Mastjahr“, in dem es besonders viele Bucheckern ausschüttet und so der Buchennachwuchs für die Jahrhunderte gesichert ist.


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