Früh übt sich, wer ein Genißer werden will.

Simon Heidrich, Endless Nature

Wer hat nicht auch schon einmal davon geträumt? Dem Hamsterrad des Alltags zu entfliehen und ins Abenteuer einzutauchen! Simon Heidrich von ENDLESS NATURE aus Oberstaufen bietet Naturerlebnisse der besonderen Art an. Einen oder mehrere Tage geht es mit seinen Gruppen raus in die Wildnis. Mit nichts als einem gepackten Rucksack. Der Rest? Findet sich in der Natur. So entsteht innerhalb kürzester Zeit ein richtiges Camp: mit Sitzgelegenheiten, Arbeitsflächen, Schlafmöglichkeiten, Werkzeugen und einer Feuerstelle samt Kochvorrichtungen. Auf die Grundbedürfnisse zurückgeworfen, werden gemeinsam unterschiedlichste Aufgaben gemeistert: Feuerholz sammeln, Alltagsgegenstände aus natürlichen Materialien herstellen und wilde Kräuter für die Mahlzeit sammeln. Es wird angepackt statt zugeguckt! Aber lassen wir Simon selbst berichten, was es heißt ein Wildnis-Führer zu sein:

Simon, Du hast Dir mit Endless Nature einen Traum erfüllt und Dein Hobby zum Beruf gemacht. Was hat es mit der Namensgebung auf sich?

Simon Heidrich: Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht draußen bin und nach schönen Plätzen suche oder etwas Neues ausprobiere! Die Leidenschaft für das Bewegen in und mit der Natur habe ich von klein auf. Am liebsten bin ich eben draußen in der endlosen Natur unterwegs.

Woher kommt diese große Leidenschaft?

Simon: Ich habe sie von meinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen. Seit jeher sind die beiden sportlich sehr aktiv und haben mich als kleinen Bub überall hin mitgenommen. Früher eher gezwungenermaßen (lacht). Irgendwann habe ich aber gespürt, dass die Natur und das "Draußen sein" mir einfach wahnsinnig viel gibt und ich mich hier sehr wohl fühle.

Wie kam es dazu, dass Du trotz Deiner jungen Jahre bereits selbständig bist?

Simon: Ich habe schon zu Schulzeiten angefangen als Skilehrer auszuhelfen. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich beim Deutschen Skilehrerverband (DSLV) zum staatlich geprüften Skilehrer habe ausbilden lassen. So habe ich mir bereits früh ein Taschengeld neben der Schule dazuverdient. Da Skikurse nur saisonal stattfinden, habe ich also noch etwas für den Sommer gesucht. Ich war ein paar Sommer über als Golflehrer tätig - was mir allerdings zu langweilig war (grinst). Ich habe mich dann zum staatl. geprüften Sportlehrer an der TU München und anschließend bei Weiterbildungen zum Outdoor-Guide sowie Wildnis-Führer ausbilden lassen.

Wildnis-Führer - das klingt richtig abenteuerlich...

Simon: Klingt nicht nur so, sondern ist es auch. In der Ausbildung zum Wildnis-Führer standen Themen im Lehrplan wie Feuer machen, zum Beispiel mit dem Feuerstein, Überleben in der Natur, Nahrung und Trinkwasser in der Natur besorgen und so weiter. Auch Erste-Hilfe war ein wichtiger Bestandteil. Mittlerweile habe ich mich auf den pädagogischen Teil spezialisiert und biete Gruppen zwischen drei und zwölf Teilnehmern und auch Schulklassen verschiedene Naturerlebnisse an. Dank meiner Ausbildungen kann ich mich selbständig und sicher in der Natur bewegen. So richte ich gemeinsam mit den Gruppen unter anderem Schlaf- und Lagerplätze ein. Ebenso begleite ich die Teilnehmer bei gruppendynamischen Prozessen und führe sie durch diese. Eines meiner Dauerbrenner ist dabei die Lagerfeuerküche.

Würstchen und Stockbrot am Lagerfeuer?

Simon: (lacht) Das nun eher weniger, wobei´s ein echter Klassiker ist. Am liebsten Koche ich mit meinen Gruppen leckere und aufwendigere Gerichte, wie zum Beispiel Lachs am Brett oder Hühnchen im Salzteig. Es ist jedes Mal ein Highlight! Sowohl das Kochen am Feuer als auch in geselliger Runde um Feuer herum zu sitzen, das Essen zu genießen und das Erlebnis ausklingen zu lassen.

Aber zuerst braucht man ein Feuer. Wie entzündest Du Deine Lagerfeuer?

Simon: Definitiv ohne Streichholz und Feuerzeug. In meinen Naturerlebnissen zeige ich den Teilnehmern den Umgang mit Feuerstein oder Feuerstahl. Letzterer hat den Vorteil, dass er auch gut bei Nässe funktioniert. Zuerst sammeln wir etwas Birkenrinde. Diese wird dann aufgekratzt - das setzt die ätherischen Öle frei und ist somit leicht entflammbar. Durch den Feuerstahl reichen ein paar Funken aus, damit die Birkenrinde sich entzündet und Feuer fängt. Anschließend vergrößern wir das Feuer mit einer immer größer werdenden Menge Holz, bis wir schließlich ein prasselndes Lagerfeuer haben. Und dann kann das Kochen losgehen.

Was schätzt Du besonders an der Natur rund um Oberstaufen?

Simon: Rund um den Ort findet man einfach alles: Berge, Flüsse, Wälder, Moore oder Moose. Die Natur ist so vielseitig und das macht sie auch zu idealen Location für meine Naturerlebnisse. Ich erkunde gerne die Natur, bin ständig auf der Suche nach neuen und geeigneten Plätzen für meine Events. Ich lege großen Wert darauf, dass meine Erlebnisse abseits der "Hotspots" stattfinden. So können meine Gruppen und ich die Natur ungestört genießen.

Was bereitet Dir die meiste Freude, wenn Du mit Deinen Gruppen unterwegs bist?

Simon: Wenn aus scheinbar einfachen Momenten, echte "Aha-Momente" werden! Nicht selten sind die Teilnehmer erstaunt, was mit einfachen und wenigen Hilfsmitteln alles möglich ist. Die Verblüffung und die Freude in den Gesichtern zu sehen, ist jedes Mal ganz besonders für mich. Darum ist es mit auch so wichtig mit meinen Gruppen ungestört in der Natur zu sein - so können sie völlig im Einklang mit sich un der Atmosphäre sein.

Feiern und feiern lassen.

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