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Schrothkur im Diät-Test?

Schrothkur im Diät-Test?

am 14.04.2014 von Isabel Thum

Immer wieder fällt die Schrothkur bei Diät-Tests wie kürzlich in der BILD am Sonntag durch. Warum ist das so? Ganz einfach: Die Schrothkur ist keine Diät!

"Nicht zu empfehlen" - so lautet im Normalfall das vernichtende Ergebnis der Ernährungsexperten, wenn sie die Schrothkur zusammen mit Metabolic Balance, Weight Watchers und anderen Diäten testen. Das macht mich wahnsinnig! Denn die Schrothkur ist keine Diät sondern ein Naturheilverfahren, eine Form des Heilfastens, das aus therapeuthischen Gründen für einen begrenzten Zeitraum durch geführt wird.

Leider interessiert das die Medien auf der Suche nach Negativmeldungen wenig, wie die aktuellste Berichterstattung in der Bild am Sonntag einmal wieder beweist.

Nach einer ordentlichen Recherchearbeit würde die Schrothkur im Diät-Test gar nicht erst auftauchen, weil sie keine ist. Während z.B. Montinac oder LOGI eine dauerhafte Ernährungsform darstellen, würde selbst der größte Schrothkur-Anhänger niemals bis an sein Lebensende schrothen, denn dasselbige würde sich in dem Fall nach mehreren Monaten tatsächlich ankündigen. Genauso wie ein leidenschaftlicher Jogger auch nicht endlos läuft. Trotzdem ist Joggen gesund.

Und wenn die Redaktionen schon nicht darauf verzichten möchten, unser Naturheilverfahren im Diät-Test zu platzieren, dann könnten sie zumindest darauf verweisen, dass es sich hierbei um eine temporäre Kur handelt, die gezielt angewandt wird, um bestimmte Krankheitsbilder zu behandeln oder diesen vorzubeugen und der Gewichtsverlust lediglich eine willkommene Nebenerscheinung ist.

Andererseits gibt es tatsächlich zahlreiche Schrothkur-Fans, die beim Fasten einige Kilos abgenommen und das Wohlgefühl zum Anlass genommen haben, auch zu Hause bewusster zu essen, sich mehr zu bewegen usw. In dem Fall war die Schrothkur tatsächlich gut zum Abnehmen - aber eben als Initialzündung und nicht als Diät.

Ich kann nur hoffen, dass die Leser solcher Diät-Tests sich etwas mehr Gedanken machen als die Redaktion der BamS. Denn es wäre schade für jeden, der Bluthochdruck, zu hohes Cholesterin, Rheuma, Diabetes, Migräne usw. hat und aufgrund solcher Berichterstattungen keine Schrothkur macht. Auch wenn sie nicht jedermann´s Sache ist - die Schrothkur ist und bleibt nunmal eine unsagbar wertvolle Kur, mit der tausende von Menschen schon ihre Gesundheit erhalten oder sogar wieder hergestellt haben.

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