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Yelena Glajcar
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Von Rumpel­klausen und Bärbele

04.12.2022Mein Oberstaufen
Klausen in Oberstaufen
Unheimliche Gestalten: Klausen in Oberstaufen

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Anfang Dezember wilde Gestalten in den Straßen und Gassen vieler Allgäuer Gemeinden ihr Unwesen treiben? Dies geht auf den Brauch des Bärbele- und Klausentreibens zurück. Am 4. Dezember, dem Barbaratag, verkleiden sich die ledigen „Föhla“ mit Masken aus Moos und alten Gewändern. Am 5. und 6. Dezember sind dann die Burschen als Klausen auf den Straßen.

Welche Bedeutung hat dieser Brauch?

Das Klausentreiben ist ein überlieferter Brauch im alemannischen Alpenraum. In früheren Zeiten glaubten die Menschen, dass der kalte und dunkle Winter von düsteren Gestalten, Geistern und Dämonen beherrscht wird. Dabei verkleideten sich die ledigen Burschen mit Fellen und Tierhäuten aller Art und banden sich Kuhschellen um den Bauch, um mit möglichst viel Lärm in der Nacht durch die Orte zu ziehen um die bösen Geister zu vertreiben. Die verkleideten Männer wollten den bösen Gestalten vorgaukeln, dass im Dorf bereits Geister ihr Unwesen treiben und diese dadurch fernhalten. Dabei versuchten die „Hästräger“ so furchterregend wie möglich auszusehen.

Klausentreiben heute

Die Klausen ziehen durch den Ort und beeindrucken mit ihren wilden Gewändern und Ruten. Heutzutage ist das ein großes Spektakel. Es geht vor allem darum, dass Kinder und Jugendliche die Klausen necken; wenn sie nicht schnell genug wegrennen, müssen sie auf öffentlichen Plätzen Gedichte aufsagen, Weihnachtslieder singen oder ein Gebet sprechen. Wer brav ist, hat allerdings nichts zu befürchten.

In Oberstaufen kann man diesen besonderen Brach im Rahmen des alljährlichen Weihnachtsmarkes vom 4. bis 6. Dezember am Kirchplatz beobachten.

Zum Veranstaltungskalender
Bärbeletreiben – das Pendant zu den Klausen

Die Bärbele im Allgäu sind ledige Föhla (Mädchen). Das Bärbeletreiben finden jährlich am 4. Dezember statt, dem Namenstag der heiligen Barbara. Sie tragen alte Gewänder und Gesichtsmasken, gefertigt aus Naturmaterialien, mit Schellen und Glocken besetzte Gürtel und sind mit Besen aus Birkenreisig bewaffnet. Symbolisch fegen sie Straßen, Höfe und Türen frei von allem Schmutzigen und Unanständigen.

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