NATUR UND „MITEINANDER“ SIND ERFORSCHTE GLÜCKSFAKTOREN
Oberstaufen: Ein Ort des Glücks

Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen sind Natur und „Miteinander“ entscheidende Faktoren für unser Glück. „Glückliche Menschen sehen einen Sinn“, fasst Glücksforscherin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Annegret Braun zusammen. „Und dieser Sinn findet sich am ehesten dort, wo Zusammenhänge erkennbar sind – in der Natur, in Beziehungen.“ Diese Einsicht klingt einfach, doch viele Menschen scheitern im Alltag daran. Wie gut, dass Natur und Miteinander in Oberstaufen fester Bestandteil unserer Kultur sind, die in Deinem Zuhause auf Zeit bei uns auch Teil Deines Lebens wird. „Dein Glück ruft“ ist bei uns mehr als der Titel einer Marketing-Kampagne – es ist die Möglichkeit für Dich, Dir selbst wieder näher zu kommen, Dein Glück zu finden. Und mit nach Hause zu nehmen.
Doch was ist Glück eigentlich und wie kann man glücklich werden? Es scheint, als streben wir Menschen so intensiv wie nie zuvor danach, rundum ‚happy‘ zu sein. Die Vielzahl an Glücksratgebern, -kursen und -ausbildungen ist überwältigend. Die Auseinandersetzung mit dem Thema bestätigt, was viele im Laufe ihres Lebens bereits häufiger erfahren haben: „Glück ist widersprüchlich und kompliziert“ (Dr. Annegret Braun).
Die gute Nachricht: Unser Glück haben wir selbst in der Hand

„Jeder ist seines eigenes Glückes Schmied“ wussten schon die Römer rund dreihundert Jahre vor Christus. Heute ist dieser Spruch wissenschaftlich fundiert: 40 Prozent unseres Glücks können wir durch unser gezieltes Verhalten beeinflussen, 10 Prozent werden von äußeren Umständen bestimmt, die wir in unserem Zeitalter aller Möglichkeiten meist ebenfalls selbst wählen können, und 50 Prozent unserer Fähigkeit, glücklich zu sein, sind genetisch bedingt. Für alle „Das Glas ist halbleer“-Menschen kommt hier das unschlagbare Gegenargument: Durch die neuronale Plastizität, der Formbarkeit unseres Gehirns können wir auch diese 50 Prozent selbst beeinflussen und, falls nötig, in glücklichere Bahnen lenken. Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass wir unserem Hirn die Chance geben, sich beispielsweise durch positive Psychologie neu zu orientieren. Das geht wunderbarerweise ein Leben lang! Was für eine ermutigende Erkenntnis, oder?
Wir alle können sofort damit anfangen, glücklich zu sein.
Nun ist es mit der menschlichen Psyche leider auch so, dass ein zu viel an Möglichkeiten nicht selten zu einer Art Schockstarre mit Übersprungsverhalten führen kann. Das heißt im Klartext: Relativ unüberlegt stürzt man sich in Aktivitäten, die einen am Ende gar nicht glücklich machen, sondern gar verzweifelter und erschöpfter zurücklassen. Das zwanzigstündige Tanzen lernen zwischen dem Sprach- und Meditationskurs war zwar gut gemeint, aber wenig zielführend.
Eigene Stärken als Schlüssel zum Glück

Unüberlegter Aktionismus aber ist mit der „Wissenschaft des gelingenden Lebens“, die sich auf ein Modell des amerikanischen Psychologen Martin Seligman stützt, nicht gemeint. Vielmehr beschäftigt sich die positive Psychologie mit positiven Gefühlen, Beziehungen und positiver Selbstwahrnehmung, orientiert an den eigenen Stärken und Werten. Diese Stärken zu erkennen, ist die wahre Kunst – und das gilt erfreulicherweise für die meisten Menschen. Es ist ein Irrglaube zu denken, dass „alle anderen“ genau wissen, wo ihre Stärken liegen und was ihnen guttut.
Die Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Zielen, die Reflexion über sich selbst – ist das also der Schlüssel zum Glück?
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Finnland im World Happiness Report 2025 bereits zum achten Jahr in Folge Platz 1 belegte, und das, obwohl es dort im Winter monatelang dunkel bleibt. An den äußeren Umständen kann es also nicht liegen, dass sich die Finnen, gefolgt von Dänemark und Island, am glücklichsten schätzen, während sich die Deutschen auf Rang 22 offensichtlich als eher unglücklich empfinden. Vielleicht macht tatsächlich die Auseinandersetzung mit sich selbst den Unterschied, denn die Finnen lernen genau das im Fach „Emotionale Intelligenz“ schon in der Schule und legen damit den Grundstein sowohl für das eigene Glücklichsein als auch für funktionierende Beziehungen.
Was verbinden wir noch mit Finnland? Richtig: ganz viel Natur, verteilt auf relativ wenige Menschen. In diesem Zusammenhang wird die Aussage von Glücksforscherin Dr. Annegret Braun besonders relevant:
Glück findet sich am ehesten in der Natur und in Beziehungen
Im Grunde ist die Suche nach Glück ein Luxusproblem (wenn auch ein sinnvolles), wie ein Blick auf die Bedürfnispyramide des amerikanischen Psychologen Abraham Maslow zeigt: Erst, wenn die Grundbedürfnisse des Menschen wie Geborgenheit oder Sicherheit gedeckt sind, haben wir die Kapazität, uns mit der Frage zu beschäftigen, was uns glücklich macht, worin der Sinn in unserem Leben besteht. Denn „die Glückssuche hängt stark mit der Sinnsuche zusammen“, weiß Glücksforscherin Dr. Braun. Und Sinn findet man, wie anfangs schon erwähnt, am ehesten in der Natur und in Beziehungen, weil dort Zusammenhänge erkennbar sind und unsere Sinne angesprochen werden.

Stell Dir vor: die Stille am Gipfel, der Ruf von Bergdohlen oder das sanfte Streicheln des Sommerwindes auf Deiner Haut, kombiniert mit dem Lachen lieber Menschen, die Dich begleiten. Diese Sinneseindrücke sind es, die uns mit Glück erfüllen. Sie katapultieren uns ins Hier und Jetzt, wir sind angekommen – im Moment. Und wieder näher bei uns.
Eine Studie der Harvard University, die seit 1938 fast 2000 Menschen aus drei Generationen begleitet, darunter der spätere US-Präsident John F. Kennedy, belegt den Zusammenhang zwischen Glück und sozialen Beziehungen. Das Ergebnis ist klar: Menschen in unserer Umgebung machen uns glücklich – sei es in Partnerschaften, Freundschaften oder am Arbeitsplatz.



