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Jana Wieler
Jana Wieler

Der Weg des Wassers

23.03.2022Naturpark erleben
Bach im Wald mit moosigen Steinen im Herbst.

Regenwasser wird nach wenigen Monaten oder auch Jahren zu Trinkwasser. Der Naturpark Nagelfluhkette samt seinen Naturparkgemeinden ist aufgrund der Nähe zu den Alpen eine sehr wasserreiche Region. Aber warum? Und wie funktioniert der Wasserkreislauf?

Tropf, tropf, tropf… Regen fällt auf den Boden. Die Tropfen sind der Quell des Lebens – für Tiere, Pflanzen aber auch den Menschen. Denn nach wenigen Monaten oder auch Jahren wird aus dem Regenwasser Trinkwasser. Der Naturpark Nagelfluhkette samt seinen Naturparkgemeinden ist aufgrund der Nähe zu den Alpen eine sehr wasserreiche Region. Aber warum? Und wie funktioniert das eigentlich – unser Wasserkreislauf? Fragen, die sich anhand des größten Natursees im Allgäu und dem Bregenzerwald, dem Alpsee bei Immenstadt-Bühl, gut erklären lassen.

Der Motor des Wasserkreislaufs ist die Sonne. Sobald sie scheint, erwärmt sie das Wasser des Alpsees und bringt es zum Verdunsten. Damit wechseln die Wassertropfen ihren Zustand von flüssig zu gasförmig und werden transportfähig. Sie steigen mit der warmen Luft auf. Das lässt sich ganz einfach beobachten, wenn im Laufe eines sonnigen Tages über dem Alpsee Wolken entstehen. Wie viel Wasser die Luft aufnehmen kann, ist abhängig von der Temperatur. An warmen Tagen ist die Aufnahmekapazität der Luft höher.

IN DEN NATURPARKGEMEINDEN KOMMT ABER NOCH EIN WEITERER ENTSCHEIDENDER FAKTOR HINZU:

Der Wind transportiert die Wolken Richtung Alpen. Entlang der Nagelfluhkette und der Berge werden die Wolken zum Aufsteigen gezwungen, sie müssen große Höhenunterschiede überwinden. Da die Temperatur mit zunehmender Höhe abnimmt, können die Wolken jetzt nicht mehr so viel Wasser halten und es beginnt zu regnen. Dieses Phänomen, die sogenannte Staulage an den Alpen, ist dafür verantwortlich, dass es im Naturpark so viel regnet. In der Regel sind es in den Naturparkgemeinden 1.800 bis 2.000 Liter pro Jahr und Quadratmeter. Stellt man sich diese Menge als Wassersäule vor, wäre sie bis zu zwei Meter hoch. Die Mitgliedsgemeinde Balderschwang ist der niederschlagsreichste Ort Deutschlands. Hier fallen im Schnitt sogar 2.500 Liter pro Quadratmeter und Jahr. Zum Niederschlag zählt übrigens auch Schnee.

Zurück zu den Wolken. Sobald es also regnet, treten tausende Wassertropfen ihren Weg Richtung Erde an. Auf ihrem Weg nach unten reinigen sie unsere Luft. Sobald sie auf dem Boden auftreffen, gibt es drei Wege, die ein Tropfen nehmen kann: Er fließt oberflächlich ab, beispielsweise über einen Bach, er verdunstet und gelangt im gasförmigen Zustand wieder in die Atmosphäre oder er versickert im Boden.

Im Falle des Versickerns gelangt das Wasser auf eine Reise durch die verschiedenen Boden- und Gesteinsschichten mit vielen Zwischenräumen Auf diese Weise wird es gereinigt – auch von den Mikroorganismen im Untergrund.
Gleichzeitig nehmen die Tropfen zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente auf.

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