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OBERSTAUFEN
Amrei Kommer
Marketing und Event Abteilungsleiterin Amrei Kommer im Porträt.

URLAUB IN OBERSTAUFEN IST GESUND

Und das haben wir schriftlich!

Wandern im Sommer in Oberstaufen
Vitales Leben

Einatmen, ausatmen, aufatmen! Die Lungen füllen sich mit klarer frischer Luft, die Sonne scheint ins Gesicht, mit jedem Schritt durch die grünen Wälder, über die blühenden Wiesen, vorbei an sprudelnden Bächen, kehren Energie und Lebensfreude zurück: Die Natur in Oberstaufen ist eine Quelle der Heilung und Regeneration. Das Zusammenspiel von sauberer Luft, einem angenehmen Klima und einer intakten, attraktiven Umgebung schafft ideale Bedingungen für Erholung.

Wie erholsam und auch heilsam das Klima und auch der Aufenthalt in Oberstaufen sind bzw. sein können, bestätigen auch die offiziellen Prädikatisierungen, die für den Ort ausgesprochen wurden: Die Marktgemeinde gilt als Erholungsort, Heilklimatischer Kurort und natürlich Schroth-Heilbad.

Diese staatlichen Anerkennungen sind in Deutschland bundesweit einheitlich, können auf Basis bestehender rechtsverbindlicher Kriterien beim Staatsministerium des jeweiligen Bundeslandes beantragt werden. Auch nach der Anerkennung wird üblicherweise im regelmäßigen Abstand von zehn Jahren überprüft, ob die Voraussetzungen weiterhin erfüllt werden, um das jeweilige Prädikat auch künftig tragen zu dürfen. Oberstaufen hat auch 2026 die Re-Prädikatisierung für die Titel des Heilklimatischen Kurorts und Schroth-Heilbads bestanden.

schon gewusst?

Nach geltendem Recht dürfen Heilbäder nach der Prädikatisierung die Bezeichnung ‚Bad‘ oder ‚Heilbad‘ im Ortsnamen führen. Bad Oberstaufen wäre also ebenfalls korrekt, jedoch wurde sich seitens der Gemeinde gegen den Zusatz entschieden.

Wann ist ein Kurort ein Kurort?

Blcik auf Oberstaufen Ort in der untergehenden Sonne im Spätsommer mit Nebelstimmung

Für die Anerkennung zuständig ist in Bayern das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration. Alle Regeln und Vorschriften sowie der genaue Ablauf sind in der zugehörigen offiziellen ‚Verordnung über die Anerkennung als Kur- oder Erholungsort und über die Errichtung des Bayerischen Fachausschusses für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen‘ genau festgeschrieben. Zugrunde liegen die landschaftlichen und klimatischen Gegebenheiten, die bestehende Infrastruktur, touristische Kennzahlen sowie ein entsprechender Ortscharakter.

„(…) Anerkannte Gemeinden oder Gemeindeteile (Kurorte) müssen

1. ... über natürliche ortsgebundene Heilmittel des Bodens oder des Klimas verfügen oder in erheblichem Umfang Kneippkuren oder Schrothkuren anbieten,

2. ... über artgemäße Kureinrichtungen und geeignete Möglichkeiten zur Durchführung ortsspezifischer Kuren verfügen sowie eine artgemäße ärztliche Versorgung und begleitende therapeutische Betreuung sicherstellen,

3. ... artgemäße bioklimatische Verhältnisse sowie regelgerechte Verhältnisse der Ortshygiene bei Wasser, Boden und Luft aufweisen,

4. ... über ein angemessenes Angebot an Gaststätten und Beherbergungsbetrieben sowie zur Information, Unterhaltung, Betreuung und zur sportlichen Betätigung der Kurgäste verfügen,

5. ... kurunterstützende Speiseangebote und Diäten gewährleisten und

6. ... einen der Artbezeichnung gemäßen Kurortcharakter aufweisen.“

Für das Prädikat ‚Heilklimatischer Kurort‘ – in Bayern gibt es 20 Gemeinden, die als solcher anerkannt sind – wird weiter spezifiziert bzw. erweitert:

„Heilklimatischer Kurort ist ein Kurort,

1. der ein Klima besitzt, dessen besondere Eignung für die therapeutischen Anwendungen wissenschaftlich anerkannt ist und der ortsspezifische Klimakuren durchführt,

2. dessen klimatische Eigenschaften durch eine Klimastation laufend überwacht oder in geeigneten Fällen gleichwertig durch repräsentative Modellrechnungen, wie beispielsweise Rasterdaten, nachgewiesen werden sowie dessen Luftqualität periodisch überprüft wird und

3. der über ein umfassendes Angebot an geeigneten Kurbetrieben und Kureinrichtungen zur ortsspezifischen Anwendung des Klimas im Rahmen von Kuren verfügt.“

Oberstaufen verfügt über ein sogenanntes Mildes Reizklima (Hochgebirgsklima unterer Stufe)“. Der Reizgrad gibt an, wie stark das Klima auf den menschlichen Organismus einwirkt. Die milde Form zeichnet sich durch eine sanfte zugleich aber positive Stimulation des Körpers aus: Während man im absoluten Hochgebirge zunächst vorsichtiger agieren sollte, vor allem in Bezug auf Anstrengung, sind die Reize in den mittleren Lagen aufgrund der geringeren Höhen- und Druckunterschiede nicht ganz so ausgeprägt, was den Körper weniger stark beansprucht.

Das Hochgebirgsklima bietet eine verringerte Lufttemperatur und Lufttrockenheit. Auch im Winter ist eine intensive UV-Strahlung zu verzeichnen (heißt: die Sonne scheint), die die Produktion von Vitamin D im Körper ankurbelt. Der verringerte Sauerstoffgehalt in der Luft mit relativ niedrigem Druck lässt automatisch tiefer einatmen – das beruhigt. Zugleich ‚trainiert‘ es die körperliche Ausdauer. Angeregt werden auch die Durchblutung und der Stoffwechsel.

Insgesamt ein tolles Gesamtpaket für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, geschwächtem Immunsystem oder Allergien. Ebenso förderlich aber auch bei Stress, depressiver Verstimmung und Schlafstörungen.

Die Entscheidung über die Anträge trifft schließlich der ‚Bayerische Fachausschuss für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen‘ – verbunden auch mit einer Ortsbesichtigung der beantragenden Gemeinden. Dieses unabhängige Fachgremium vereint das geballte Expertentum aus Tourismus, Gesundheit und Klimaforschung. Es setzt sich zusammen aus Vertretern der zuständigen Staatsministerien für Inneres, für Tourismus und für Gesundheit, außerdem Mitgliedern der touristischen Verbände auf Ebene des Landes und der Regierungsbezirke, des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands, des Bayerischen Heilbäderverbands, des Bayerischen Städte- und des Bayerischen Gemeindetags.
Hinzu kommen Fachpersonen des Lehrstuhls für Public Health an der Ludwig-Maximilians-Universität München, des Instituts für Wasserchemie und Chemische Balneologie der Technischen Universität München, des Deutschen Wetterdiensts, der Landesärztekammer und der Deutschen Rentenversicherung.

Mit Beantragung bzw. Erneuerung des Prädikats ist ein hoher zeitlicher und finanzieller Aufwand geknüpft. Es gilt es eine Vielzahl von Unterlagen einzureichen. Unter anderem diverse Gutachten zur Ortshygiene hinsichtlich Wasser, Boden und Luft, zur Luftqualität, zum Bioklima sowie über die Heilanzeigen des Klimas, die allesamt vorab von zugelassenen Institutionen und Prüfinstanzen erstellt werden müssen.

Hinzu kommen das Vorhalten und die Pflege der nötigen öffentlichen Infrastruktur, unter anderem Rad- und Wanderwege, Parkanlagen, Kneipp-Becken, ebenso wie die entsprechende Gestaltung des Ortsbildes mit Bepflanzung etc. All diese Aspekte werden unter anderem aus den Mitteln des Kurbeitrags finanziert.

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Über die Autorin
Marketing und Event Abteilungsleiterin Amrei Kommer im Porträt.

Amrei Kommer

Als Marketingleitung hat sie einen Riecher für neue Themen, ein offenes Ohr für die Kolleginnen. Im Rahmen ihres Dauer-Projekts, dem Oberstaufen MAGAZIN, interviewt sie Kur- sowie Urlaubsgäste über ihre Auszeit im Allgäu. Wenn sie mal nicht am Schreibtisch sitzt (oder steht) findet man das Energiebündel draußen.